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Forget about your House of Cards

Erster Teil von Silvia Tiedtkes Bergmanie: »Das Lächeln einer Sommernacht«

Von Silvia Tiedtke am 14. Februar 2009 ·  Tiedtke in Bergmanie

Mit meinem ersten Sprung lande ich in einer Sommernacht: Sommarnattens Leende, Das Lächeln einer Sommernacht. Der Film beginnt im Nachmittagslicht, in der scheinbar so wohlgeordneten, bürgerlichen Welt des Advokaten Fredrik Egerman. Schon beim Nachmittagstee und in Vorbereitung auf einen abendlichen Theaterbesuch stellt seine junge und jungfräuliche Frau Anne die entscheidende Frage: Was soll ich anziehen? »Das Blaue mit den Federn? Oder vielleicht das Tüllkleid … Ist es eine Komödie, Fredrik?« – Aber nein, sie entscheidet sich weder für das eine noch das andere Kleid. Sie nimmt ein weißes –»weiß paßt immer, ganz gleich ob man weint oder lacht«. Charlotte, die mit Graf Malcolm verheiratet ist, wird diese Frage später noch weiterführen: »Wollen wir gehen oder hier bleiben? Wollen wir lachen oder weinen? Oder alberne Fratzen schneiden?«

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Mythen des Unbewußten

Eine neue Serie zu den Filmen von Ingmar Bergman startet am Wochenende

Von Manuel Schölles am 13. Februar 2009 ·  Tiedtke in Bergmanie

Nach der Deutschen Stilkunst beginnen wir am Wochenende eine weitere Artikelreihe. Silvia Tiedtke, promovierende Literaturwissenschaftlerin an der LMU München, unterzieht sich einem tollkühnen Selbstexperiment: Sie schaut alle auf DVD erhältlichen Filme von Ingmar Bergman, der wie kein anderer Regisseur die Untiefen und Urgründe der Seele ausgelotet hat. Was ihr dabei widerfährt, wird sie auf dieser Seite berichten.

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Der Philosoph als Schauspieler

Ein neues philosophisches Blog über Nietzsche, Heidegger, Architektur und Kunst

Von Manuel Schölles am 10. Februar 2009 ·  Marginalie

Die Welt braucht keine philosophischen Blogs. Aber auch die Philosophen selbst brauchen sie nicht. Warum sollte man am Computer seine Zeit verschwenden, wenn allein für das Studium eines einzigen großen Denkers das Leben nicht reicht? Die Bibliotheken quellen über mit faszinierenden Büchern, sodaß ich mir keinen ernsthaften Liebhaber der Weisheit vorstellen kann, der für das Lesen und Kommentieren in Internet-Foren und Blogs Mühe und Zeit aufzuwenden bereit wäre.

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Die Frage nach dem Stil

Eine neue Artikelserie widmet sich in den kommenden Monaten der deutschen Stillehre

Von Manuel Schölles am 4. Februar 2009 ·  Deutsche Stilkunst

Dank Internet und E-Mail wird heute mehr geschrieben denn je. Das meiste davon ist jedoch vollkommen unlesbar und hat mit Sprache nicht viel zu tun. Wer einmal den Selbstversuch unternommen hat, sich in Internet-Foren oder in der sog. Blogosphäre umzutun, wird dem kaum widersprechen. Aber auch in Bereichen, in denen größere Ansprüche an die sprachliche Gestaltung erhoben werden, an der Universität etwa, sind die textlichen Erzeugnisse nicht immer eine Freude; von einigen Romanen ganz zu schweigen! Die Sprache kann also auf mannigfaltige Weise fehlgehen. Dies nicht nur als ein Problem der Sprachrichtigkeit, sondern umfassender als ein Problem des Stils zu betrachten, ist eines der Grundmotive dieser neuen Artikelserie.

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Alles eine einzige Lächerlichkeit

Thomas Bernhard und das Märchen der Individualität

Von Ulrike Janovsky am 1. Februar 2009 ·  Essay

»Es ist alles lächerlich, wenn man an den Tod denkt.« Thomas Bernhard meinte das Leben, das sich durch seine Lächerlichkeit gegenüber dem Tod auszeichnet. Doch ist der Tod, ist unser Tod, heute nicht lächerlich? Ist wirklich nur das Leben, belanglos und unbedeutsam?

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Die neue Google-Heiterkeit

Über den Irrtum des Datenschutzes und die eigentliche Google-Falle

Von Manuel Schölles am 26. Januar 2009 ·  Essay

Es ist alter Brauch in vernetzten sog. virtuellen oder digitalen Gemeinschaften, sei es in Chats, Foren oder Blog-Kommentaren, die eigentliche Identität zu verschleiern und unter Pseudonym zu veröffentlichen. Das ist einer der Gründe, warum das Internet auf fast unheimliche Weise ortlos bleibt. Die Beiträge solcher ›Netz-Identitäten‹ bleiben schal und unverbindlich, ganz gleich, wie sachhaltig ihre Worte sind. Denn anders als beim Künstler-Pseudonym dient der ›Nickname‹ dem meist hastigen Meinungsaustausch – und eben nicht der Kunst.

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Ein Opfer für die Freiheit

Eine Notiz zu Professor Marius Reiser, der aus Protest gegen den »Bologna-Prozeß« von seinem Lehrstuhl zurücktritt

Von Manuel Schölles am 15. Januar 2009 ·  Marginalie

Marius Reiser, Theologieprofessor in Mainz, schreibt im Feuilleton der Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: »Da niemand mit mir kämpfen will, bleibt mir nur das Opfer. Ich bin nicht „rekrutiert“, sondern berufen worden. Die wichtigste Voraussetzung für meine Berufung aber ist mit dem neuen System in meinen Augen nicht mehr gegeben. Deshalb habe ich die Entlassung aus dem Dienst beantragt.«

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