
ZZK 3 / 34 × 24 cm / Tusche
Frankfurt am Main / Ausstellung / Schirn Kunsthalle „Surreale Dinge“ / 3.4.2011
Die Schirn Kunsthalle in Frankfurt am Main zeigt noch bis zum 29. Mai 2011 eine Ausstellung von Skulpturen und Objekten der surrealistischen Künstler. Mit rund 150 dreidimensionalen Werken aus der Zeit von 1925-1945 zeigen sich verdichtet die grundlegenden Ideen der Surrealisten, die Beschäftigung mit dem Unbewussten, der Absurdität, der Begierde und der speziellen Mischung aus kindlichem Spiel und erwachsener Reflexion. Trotz aller spielerischen und humoristischen Freude am Material und an den Themen liegt eine spürbare Traurigkeit über den Arbeiten, etwas desillusioniertes ist diesen illusionistischen Arbeiten immanent.
Eine lohnenswerte Ausstellung, eine große Auswahl berühmter Arbeiten können erfahren und in Bezug zueinander gesetzt werden. Dem Besucher eröffnet sich eine ganzheitliche Vorstellung des dreidimensionalen Schaffens der Surrealisten, deren Beziehungen zueinander und zum eigenen Thema. Die Arbeiten wirken sehr zeitgenössisch.
Leider nimmt die aufdringlich „traumhaft“ anmutende Installation der Ausstellung einigen Arbeiten den Raum zum Wirken. Durch die gewählte Raumgestaltung, die mit roten Samtwänden, schwarzem Boden und violettfarbenen Podesten einlädt, wirken die Arbeiten teilweise übertrieben grotesk, es entsteht die Atmosphäre eines Gruselkabinetts, manche Wirkung verschwindet im Schummerlicht. Es ist auch verständlich, dass Objekte, die ohne Vitrine ausgestellt sind, in einen gewissen räumlichen Abstand zum Betrachter gebracht werden müssen, um die Unversehrtheit dieser zu sichern, leider sind damit viele tatsächlich zu weit weg, um sie angemessen erfahren zu können.
Eine Besonderheit dieser Ausstellung ist der Audioguide, der unbedingt und sehr zu empfehlen ist. Die als Dialog im Stil eines Hörspiels gestaltete Audiotour erzählt Hintergründe und Abgründe über die Werke, die Künstler und deren Beziehungen zur Welt auf eine informative, amüsante und verständliche Art und Weise. Erarbeitet wurde dieses Hörstück in Kooperation mit hr2-kultur, dem Kulturradio für Hessen.
Wir haben auf PHAINOMENA keine Möglichkeit integriert, Kommentare zu hinterlassen, weil wir uns ganz auf die Texte konzentrieren wollen. Sie können uns jedoch Lob oder Kritik gerne per E-Mail mitteilen: feedback@phainomena.de
Wenn Sie möchten, können wir Ihren Beitrag jederzeit auf dieser Seite als Update veröffentlichen. Übrigens: Sie können auch via Twitter und Facebook Ihre Meinung zu PHAINOMENA kundtun.

