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Quelle: http://phainomena.de/2010/03/25/lust-freude-begierde

Lust – Freude – Begierde

Eine Tagung zur Geschichte des epikureischen Hedonismus in Würzburg

Von Manuel Schölles am 25. März 2010 ·  Notiz

hedonismus

Daß an der Universität Würzburg zur selben Zeit wie die Tübinger Platontage eine Konferenz zu dem Thema Lust – Freude – Begierde. Der Hedonismus von den Anfängen bis zur Neuzeit stattfindet, nämlich vom 15. bis 17. April, ist ein willkommener Zufall. Denn wem die platonische Muse zu hart ist, der kann einfach nach Würzburg fahren, um Michael Erler, Wolfgang Rother, Anthony Long und vielen anderen bei der geistesgeschichtlichen Ausbreitung des epikureischen Lustprinzips von den griechischen Dichtern bis Hegel zu lauschen. Die ausführliche Darstellung der Tagung klingt überaus vielversprechend und mündet in folgendem Resümee:

Es lohnt sich also, nicht nur die Geschichte der Kritik, sondern auch die der positiven Rezeption des epikureischen Hedonismus zu verfolgen. Deshalb möchte die Tagung unter synchronen und diachronen Gewichtspunkten der Frage nach Entstehung und Rezeptionsformen des epikureischen Lustprinzips nachgehen.

Das Tagungsexposé läßt übrigens die obligate Zeitgeistkritik „postmoderner Alltagskultur“ mit ihrem „weit verbreiteten Lifestyle-Hedonismus“ nicht vermissen. Der harten Muse ist also doch nicht zu entkommen.

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