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Quelle: http://phainomena.de/2010/03/18/happening

Happening

Ludwigstraße, Ecke Schönfelder

Von Ulrike Janovsky am 18. März 2010 ·  Notiz

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Heute habe ich mein Mittagessen in der Mensa des Landwirtschaftsministeriums eingenommen. Zwei Freunde, Christian und Michael, hatten mich dazu eingeladen. Dort saßen wir nun, hatten gerade unser Mahl verzehrt und irgendwie kam das Gespräch auf Marina Abramović’ aktuelle Ausstellung im Moma. Wir gingen ihre verschiedenen Aktionen durch. Hier ein eingeritzter Stern auf dem Bauch, da eingeschlagene Köpfe an Betonpfeilern und dort eine theatralische Trennung auf der chinesischen Mauer. »Meint sie ihre Entschleunigungskunst wirklich ernst oder ist es einfach mangelnde Inspiration?« Bald verließ unsere Unterhaltung auch dieses Thema und wir liefen, die Sonne im Rücken, zurück in Richtung Stabi. Dort allerdings begegnete uns jemand. Ein Mann, dem ein leidlich gelungenes Gemälde des Monopteros um den Hals baumelte, und der rief: »Hi Fans!« Im Vorübergehen zwinkerte er mir noch zu. Zwei Minuten später komme ich aus lauter Irrwitz auf den Gedanken, diese eigenartige Begegnung festzuhalten, so wie das Moma ja nun auch Happenings konservieren möchte. Und wie konnte es anders sein, er war einfach nicht mehr auffindbar. Umso eindringlicher klingt mir Michaels Kommentar noch heute in den Ohren: »Nicht er hängt an der Kunst, nein, die Kunst hängt an ihm.« 

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